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Menstruationstasse im Test

Warnung an alle Männer: Dieser Berichtet enthält Informationen über Damen-Hygieneprodukte 🙂

Vor einiger Zeit wurden wir gefragt, ob wir Interesse am Testen von Hygieneprodukten für Damen hätten. Da dieses Thema kein Tabu-Thema mehr ist bzw. nicht mehr sein sollte, haben wir uns gern dazu bereiterklärt. Ich hatte ohnehin vor, mir eine solche Tasse zuzulegen, da ich schon Vieles darüber gelesen habe.


Für alle, die diese Tasse noch nicht kennen: Das ist ein kleiner, glockenförmiger Becher aus medizinischem Silikon und ist eine Alternative zu Tampons. Andere Bezeichnungen dafür sind Diva Cup, Lady Cup oder Mondtasse. Die offensichtlichsten Vorteile sind natürlich die Kostenersparnis (den Becher kann man mehrere Jahre verwenden) und der Umweltschutz. Als weiteren Vorteil sehe ich, dass die Tasse nur 1x pro Tag entleert werden muss (spätestens nach 12 Stunden), d.h. ich brauche den ganzen Tag nicht daran zu denken.

Nun zum Test:
Das Wichtigste zuerst: Unbedingt die richtige Größe auswählen. Diese hängt natürlich von mehreren Faktoren ab. Vor dem Kauf bitte gut informieren. Was man ganz ehrlich dazu sagen muss, das Einsetzen braucht etwas Übung. Ich habe es mehrmals probiert und war kurz davor, es aufzugeben, weil die Tasse einfach nicht richtig sitzen wollte. Also hier muss man wirklich Geduld haben und sich Zeit nehmen bzw. auch verschiedene Positionen (im Stehen, im Hocken, etc.) ausprobieren.

Hier findet ihr eine ausführliche Anleitung. Die Tasse muss richtig entfaltet sein, damit sie auch „dichtet“. Um sicher zu gehen, kann man mit einem Finger einfach außen herum fahren und zu sehen, ob sie sich komplett entfaltet hat. Ganz wichtig natürlich auch: Man darf die Tasse nicht spüren. Den Stil kann man – je nach Bedarf – auch kürzen.

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Beim Herausholen muss man aufpassen und zuerst das entstandene Vakuum lösen, also bitte nicht einfach daran ziehen! Die Tasse etwas zusammendrücken oder gleich den oberen Rand eindrücken bis der Unterdruck weg ist.

Den Inhalt der Tasse direkt in die Toilette oder in ein Waschbecken leeren. Danach mit Wasser spülen und schon ist die Tasse wieder einsatzbereit. Es reicht auch die Tasse mit dem WC-Papier auszuwischen (in öffentlichen WCs z.B.) oder man nimmt eine Flasche Wasser mit. Erst nach der Periode, die Tasse auskochen und bis zum nächsten Mal im mitgelieferten Säcken verstauen.

Zusammengefasst muss ich sagen, dass die Tasse wirklich eine gute Alternative zu Tampons & Co sind. Ich muss gestehen, dass ich ihr am 1. Tag nicht vertraut habe und den Tag daheim verbracht habe, was sich im Nachhinein als nicht notwendig herausgestellt hat. Das Wechseln unterwegs ist gewöhnungsbedürftig, aber durch die lange Tragedauer (bis zu 12 Stunden) wird das bei mir nicht so oft vorkommen.

Wir haben auch Bio Tampons mit Applikator zum Probieren bekommen. Tampons mit Applikator bin ich gewohnt, daher war das keine Umstellung für mich. Das Einsetzen funktioniert problemlos und der Tragekomfort ist hoch. Der große Nachteil daran ist, dass der Applikator sehr lang ist, d.h. es ist nicht möglich den Tampon in der Hand zu halten, ohne dass man ihn sieht. Für dieses Produkt spricht für mich der Biogedanke, also, dass sich meinem Körper mit diesem Produkt etwas Gutes tue, aber wie gesagt, leider sind die nicht praktisch.

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Wie sieht es bei Euch aus? Verwendet Ihr auch schon die Tasse?

Ach ja, und wenn Ihr Euch jetzt fragt, wo es die getestete Tasse von Masmi zum Kaufen gibt, dann schaut bitte im Naturshop vorbei.

3 Gedanken zu “Menstruationstasse im Test

    • admin schreibt:

      Hallo Romana,
      danke für den Hinweis. Ist sicher für unsere Leser interessent 😉 Hab das auch gleich noch im Beitrag eingefügt!

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