Summer bodies are made in winter – Mein Selbstversuch TEIL 2

Wie ich im letzten Blog-Beitrag vor einigen Wochen bereits erzählte, habe ich einen Diät-Selbstversuch gestartet, mit dem Ziel, innerhalb von 12 Wochen 6 kg abzunehmen. Wie es mir in der Anfangszeit ergangen ist, könnt ihr in meinem 1. Teil nachlesen . Wie mein Selbstversuch ausgegangen ist, möchte ich heute mit euch teilen.


Doch zuallererst möchte ich die Frage beantworten, die mir während der 12 Wochen am häufigsten gestellt wurde:

Wie schafft man es, sich über Wochen hinweg zu motivieren?

12 Wochen klingen erst einmal gar nicht so lange. Aber wenn es darum geht, etwas durchzuhalten, sich tagtäglich für etwas zu motivieren und sich immer wieder neu zu etwas aufzuraffen, was nach einer gewissen Zeit einfach nicht mehr so viel Spaß macht wie zu Beginn, dann können 12 Wochen wirklich ganz schön lange sein. Und sich über 12 Wochen hinweg – also 84 Tage – für Sport und gesunde Ernährung zu motivieren, kann ganz schön anstrengend sein. Was den Sport betrifft ist es am besten, Variationen an Sportarten in den Alltag einzubringen. Am einen Tag im Fitnessstudio trainieren, am nächsten Tag die Natur auf dem Mountainbike genießen, am Folgetag wiederum eine Runde an der frischen Luft laufen, Inlineskaten ausprobieren, einen Berg besteigen oder – wenn die Motivation wirklich am Nullpunkt ist oder der Körper eine Pause braucht – einfach nur eine große Runde spazieren gehen. Die Möglichkeiten sind vielfältig und am wichtigsten ist, alles auszuprobieren und erst dann zu entscheiden, welche Sportarten am meisten Spaß machen. Eine große Motivations-Hilfe war für mich auch, dass mein Freund die Diät und die Sporteinheiten gemeinsam mit mir durchgezogen und mich in all meinen Vorhaben unterstützt hat. Es gab schon einige Tage, an denen wir uns gegenseitig ins Fitnessstudio getrieben haben. Aber das Gefühl nach dem Sport ist einfach immer unbeschreiblich gut..

Training

Die wohl größte Motivation ist aber ohnehin immer die Waage bzw. das eigene Spiegelbild, das jedes Mal aufs Neue die Resultate zeigt. Die Komplimente bzw. die Anerkennung von Bekannten und Freunden tun natürlich ihr übriges.

FIBO in Köln

Was mich während der Diät neu motiviert hat, war der Besuch der FIBO in Köln. Die größte Fitness- und Bodybuilding-Messe Europas hat uns gezeigt, wie viel Spaß man am Sport haben kann, welche tollen Sportarten es gibt und was man mit Fitness alles erreichen kann. Die paar wenigen Stunden auf der Messe konnten uns für viele Wochen wieder von neuem motivieren und inspirieren.

Jetzt aber zum Wesentlichen: Ziel erreicht oder verfehlt?

Während sich bei meinem Freund die Ergebnisse sehr schnell zeigten (er hatte nach 8 Wochen sein 12-Wochen-Ziel auf der Waage bereits erreicht), musste ich etwas mehr Geduld aufbringen. Doch auch ich bin sehr zufrieden, mit dem, was ich in den 12 Wochen geschafft habe.

Die dritte Zwischenmessung nach 9 Wochen zeigte, dass ich bereits 3,9 kg abgenommen hatte. Mit diesem Ergebnis konnte ich nur zufrieden sein, wenn man noch einmal an das Startgewicht von 61,5 kg vor nur 9 Wochen zurückdenkt.

3. Zwischenmessung

Nach 12 Wochen kam schließlich der lang herbei gesehnte Moment: Die Waage sollte das Endergebnis anzeigen und damit auch entscheiden, ob das Ziel erreicht wurde oder nicht – und dann das: 55,6 kg (Ziel: 55,5 kg).

Endmessung

Das bedeutet zwar, dass ich das Ziel knapp nicht erreichen konnte, aber bei einem derart geringen Wert kann man eigentlich gar nicht von einer “Verfehlung” sprechen. Ich bin zumindest sehr zufrieden mit meiner Abnahme, meiner Figur – und vor allem mit meiner Disziplin.

Und wie geht’s nun weiter?

Für uns startet nun unsere Reise nach Amerika und wir werden wohl in den nächsten Wochen nicht um Pizza, Burger und jede Menge frittierte Lebensmittel herumkommen. Aber das ist auch okay. Wir wissen nun, wie es funktioniert, worauf unser Körper am besten reagiert, wie wir uns motivieren können und welche Hebel wir in Bewegung setzen müssen, um uns innerhalb kürzester Zeit wieder in unserer Figur wohlzufühlen. Disziplin ist hier das Stichwort – und diese Disziplin können wir jederzeit in uns wecken, das haben uns die letzten Wochen gezeigt (worauf wir sehr stolz sind).

Nach dem Urlaub wird es wieder mit der gesunden Ernährung und den regelmäßigen Sporteinheiten weitergehen, aber natürlich alles mit Maß und Ziel. Hier gilt es nun, sich selbst bewusst zu machen, dass es okay ist, einmal nicht zum Sport zu gehen oder ein zweites Stück Kuchen zu nehmen. Wir haben nämlich in den letzten Tagen festgestellt, dass es gar nicht so einfach ist, das tägliche Kalorienzählen wieder hinter sich zu lassen und auf das Bauch- & Hungergefühl zu hören. Besonders ich habe immer die „Angst“ im Hinterkopf, wieder zuzunehmen – die Angst vor dem allseits bekannten, bösen JoJo-Effekt. Doch eigentlich ist diese Angst total unbegründet. „Angst“ ist vielleicht auch das falsche Wort und klingt etwas zu sehr nach Essstörung. Es geht eher darum, dass man etwas erreicht hat, das einen glücklich macht und man einfach nicht mehr in die Ausgangssituation zurück möchte. Aber da wir keine wirkliche Diät betrieben haben (zumindest kein “Hungern”), sondern eine komplette Ernährungsumstellung, ist es sehr unwahrscheinlich, dass wir wieder in unser altes Essverhalten zurückfallen. Wir haben uns nie etwas verboten, waren gemeinsam Burger essen, haben uns abends vorm Fernseher Popcorn oder Schokolade gegönnt und nicht nur Obst, Gemüse und Salat zu uns genommen. Wir haben viele Lebensmittel mit hohem Kalorien- und Fettgehalt von unserem Speiseplan gestrichen und Alternativen gefunden, die mindestens genauso gut, wenn nicht gar besser, schmeckten. So haben wir es geschafft, unser Ziel zu erreichen (zumindest beinahe) und so werden wir unser Gewicht auch langfristig halten. Davon bin ich überzeugt.

P.S.: Die Waage wird nun wieder verbannt, denn auf das regelmäßige Wiegen möchte ich zukünftig auch wieder verzichten. Schlussendlich sind das ja auch nur Zahlen und kein Grund, sich davon immer mal wieder die Laune verderben zu lassen… 😉

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